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Frame-basierte Autorensysteme

Frame-basierte Autorensysteme lassen sich dadurch charakterisieren, daß die zu präsentierenden Objekte auf Flächen angeordnet werden, die als Frames, Karten, Seiten, Fenster oder auch Dias bezeichnet werden und die im Prinzip einen Bildschirm repräsentieren, wie ihn ein Benutzer während der Präsentation für einen bestimmten Zeitraum zu sehen bekommt. Eine komplette interaktive multimediale Anwendung setzt sich aus einer Menge solcher Flächen zusammen, die einem Benutzer in einer bestimmten von ihm durch Interaktionen beeinflußbaren Reihenfolge gezeigt werden. Die Menge der Objekte eines Frames bildet dabei ein komplexes Informationsobjekt. Die Gestaltung eines Frames ist im allgemeinen graphisch-interaktiv nach dem WYSIWYG-Prinzip möglich. Spezielle Objekte einer Karte können als Anker markiert werden. Navigationsinteraktionen bewirken einen Wechsel der gerade präsentierten Seite.

Die verbreitetsten frame-basierten Autorensysteme sind HyperCard für den Apple Macintosh [Goo90], ToolBook für PC/Windows-Rechner [Bog92,Kur94] sowie MetaCard für UNIX/X11-Systeme [MET]. Als weitere Produkte dieser Klasse sind Plus [Bog92], SuperCard [Mic89], Compel [SW94,Ste93a], PictureBook [Ste92,Ste93a], Create-It! [Ste92,Ste93a] und GAIN Monumentum [SYB94] zu nennen. Auch klassische Hypertext-Systeme, wie Hyperties, KMS, NoteCards oder SEPIA (siehe bspw. [HCL+90]) können der Kategorie der frame-basierten Autorensysteme zugeordnet werden. Abbildung 2 demonstriert die Benutzungsoberfläche von HyperCard.

 
Abbildung 2:  Benutzungsoberfläche von HyperCard



Dietrich Boles
Tue Aug 29 13:54:51 MET DST 1995