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Das World Wide Web

Das Internet [Kro95] ist ein weltumspannendes Netzwerk, das eine Vielzahl von Diensten zur Verfügung stellt. Neben Diensten wie Dateitransfer oder elektronische Post, ist das World Wide Web (WWW) [DR94] ein weiterer Dienst, das das Ziel verfolgt, beliebige Ressourcen auf dem Internet zur Verfügung stellen bzw. auffinden zu können. Im WWW werden sämtliche Informationen auf dem Internet sowie jegliche lokalen Informationen, die über das Netz zugreifbar gemacht werden sollen, in Form von Hypertext/Hypermedia-Dokumenten organisiert. Benutzer navigieren durch das Netz, indem sie über Hyperlinks von einem Dokument zu einem anderen wechseln. Die Dokumente können dabei physisch auf verschiedenen Rechner abgespeichert sein.

Um mit dem WWW arbeiten zu können, werden Softwarewerkzeuge benötigt. Zum Auffinden bzw. zum Lesen von Dokumenten dienen sogenannte WWW-Clients, auch Browser genannt (wie NCSA-Mosaic oder Netscape). Das Einspeisen eigener Dokumente in das WWW ist über WWW-Server möglich. WWW-Dokumente müssen in einem bestimmten Dokumentenformat, der Hypertext Markup Language (HTML), vorliegen. HTML legt fest, wie ein Autor innerhalb eines Dokumentes bestimmte Funktionen (Überschriften, Abschnitte, Hyperlinks) definieren kann. Hierzu dienen besondere Befehle, Tags genannt, die in den laufenden Text eingefügt werden (siehe Abbildung 5(rechts)).

Für das Erstellen von HTML-Dokumenten, also für die Konstruktion von elektronischen Online-Publikationen, existieren für einen Autor drei Möglichkeiten: er benutzt einen normalen ASCII-Texteditor und fügt die HTML-Tags manuell in sein Dokument ein, oder er erstellt sein Dokument mit einem gewöhnlichen Desktop-Publishing-Editor (DTP-Editor) und transformiert anschließend das Dokument mit einem sogenannten HTML-Konvertierer in ein äquivalentes HTML-Format, oder er verwendet direkt einen speziellen WYSIWYG-HTML-Editor. Die erste Variante ist die flexibelste aber auch umständlichste, da zum einen die HTML-Befehle erlernt werden müssen und zum anderen das bei vielen Autoren beliebte WYSIWYG-Prinzip entfällt. Der Einsatz von HTML-Konvertierern erfordert beim Autor keinerlei Umstellung. Allerdings müssen die generierten Dokumente häufig von Hand (also mittels der ersten Variante) beispielsweise für ein schöneres Layout geändert oder um Hyperlinks erweitert werden. HMTL-Editoren, die sowohl das WYSIWYG-Prinzip als auch alle Möglichkeiten unterstützen, die über HTML-Befehle realisierbar sind, werden im folgenden ausführlicher analysiert.



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Dietrich Boles
Tue Aug 29 13:54:51 MET DST 1995